Dieses Tutorial beschreibt im Folgenden, wie man die Software Wordpress auf einem eigenen Server installiert.
Kurz zu Wordpress selbst:
WordPress is a state-of-the-art semantic personal publishing platform with a focus on aesthetics, web standards, and usability. What a mouthful. WordPress is both free and priceless at the same time.
More simply, WordPress is what you use when you want to work with your blogging software, not fight it.
Wordpress ist also eine sich technisch auf dem neuesten Stand der Dinge bewegende Blogging Software die kostenlos und zugleich unbezahlbar ist.
Wordpress stammt von Automattic Inc., einem Unternehmen des (Haupt-) Entwicklers Matthew Mullenweg. Wer immer noch nicht weiß, was ein Blog (oder auch Weblog) ist, kann das bei Wikipedia nachlesen. Mehr Informationen zu Wordpress selbst gibt es ebenfalls bei Wikipedia.
Wordpress.com > Wordpress.org
Im Vergleich zum Angebot von Wordpress.com, wo man sich ein Wordpress Konto kostenlos hosten lassen kann, geht es hier also um die eigene Installation und Administration einer Wordpress Installation.
Ebenso ist dadurch das manuelle Installieren von Plugins sowie Bearbeiten von Themes möglich, was mit einem Wordpress.com Konto nicht der Fall ist.
Voraussetzungen:
- FTP Zugang zum Server
- Freier Speicherplatz: etwa 5 Megabyte
- Eine MySQL Datenbank (MySQL Version 3.23.23 oder höher)
- PHP 4.2 oder höher muss auf dem Server installiert sein
Sonstiges:
Was nicht zwangsläufig eine Voraussetzung ist, allerdings in manchen Belangen das spätere Bearbeiten, Sichern und Wiederherstellen der MySQL Datenbank und der darin enthaltenen Tabellen vereinfacht, ist die Oberfläche phpMyAdmin.
1.) Wordpress Software herunterladen
Auf der Webseite von Wordpress.org kann man sich die neuste Wordpress Version herunterladen. Zur Zeit ist das die Version 2.0.5. Immer die neueste Version lässt sich über diesen Link als ZIP-Datei herunterladen.
Die Wordpress Entwickler stellen weiterhin täglich ein neues Build online, welches sich allerdings noch in der Entwicklung befindet und nicht offiziell freigegeben ist. Dieses kann man hier herunterladen.

2.) Wordpress Archiv entpacken
Nachdem die Datei heruntergeladen ist, entpackt man diese (beispielsweise mit dem Packer 7-ZIP) in einen beliebigen Ordner. Zu beachten ist hierbei die gewünschte, spätere Verzeichnisstruktur auf dem FTP-Server.
Wordpress erlaubt es nach der Installation den eigentlichen Wordpress Pfad (also beispielsweise bei der gewünschten URL "http://www.meineseite.de/wordpress" das Verzeichnis "wordpress") zu 'verstecken'. Es ist also (der lieben Ordnung wegen) nicht unbedingt notwendig alle Dateien aus dem entpackten Archiv ohne Unterverzeichnis auf den Server zu schieben.
Stattdessen kann man beispielsweise ein Unter-Verzeichnis namens "wordpress" erstellen, indem dann alle Dateien sowie die Unterordner wp-admin, wp-content sowie wp-includes enthalten sind.
Verfügt man auf dem eigenen Server über die Möglichkeit Subdomains hinzuzufügen und diesen Pfaden zuzuweisen, ist auch folgendes denkbar:
http://blog.meineseite.de
leitet weiter auf
http://www.meineseite.de/wordpress
Nachdem das Archiv entpackt wurde, müsste (je nach Packer) ein Verzeichnis mit dem Namen "wordpress" erstellt worden sein. Dieses Verzeichnis sollte direkt im Hauptverzeichnis der Webseite liegen.
Der Inhalt des "wordpress" Verzeichnisses sieht in etwa wie folgt aus:
3.) Auf dem Server eine neue Datenbank anlegen
Bevor nun Wordpress auf den Server per FTP geschickt werden kann, muss man wissen, wie das Passwort und der Benutzername der zu verwendenden Datenbank lautet.
Falls noch keine Datenbank existiert, muss eine erstellt werden. Existiert bereits eine Datenbank, die für die Wordpress-Installation verwendet werden soll, so kann man mit dem nächsten Schritt fortfahren.
Falls noch keine Datenbank existiert ist auf jeden Fall eine neue MySQL Datenbank anzulegen. Wie das genau funktioniert liegt am verwendeten Hoster. Bei All-Inkl.com muss man sich beispielsweise über den KASServer anmelden (die Anmelde-Daten erhält man logischerweise vom Hoster) und eine neue Datenbank über den Menüeintrag "Datenbank" anlegen.
Der Name der Datenbank sowie das Passwort muss man für den nächsten Schritt aufschreiben. Die Datenbank muss dabei keinen bestimmten Namen tragen.
4.) Wordpress Config-Datei bearbeiten
In die Wordpress Config Datei müssen die Verbindungs-Informationen der Datenbank hinterlegt werden. Die Standard Wordpress Config Vorlagen Datei heisst "wp-config-sample.php" und muss nach Änderung in "wp-config.php" umbenannt werden.
Zuerst öffnen wir allerdings genau diese Vorlagen-Datei "wp-config-sample.php" mit einem Texteditor. Ich verwende hierzu Notepad++, es kann allerdings auch das bei Windows standardmäßig vorhandene Notepad verwendet werden.

Nachdem die Datei geladen ist, sieht man folgendes:
Bei diesen Werten handelt es sich um Beispielwerte. Jeder der folgenden Werte muss entsprechend der Datenbank angepasst werden:
- DB_NAME: Name der Datenbank
- DB_USER: Benutzername zur Anmeldung an die Datenbank (normalerweise gleich mit DB_NAME)
- DB_PASSWORD: Passwort zur Anmeldung an die Datenbank
- DB_HOST: Der Host-Name. Hier kann "localhost" stehen bleiben.
Erweitert / Mehrere Installationen auf einer Datenbank:
Wer möchte, kann außerdem noch einige andere Werte bearbeiten. So lässt sich zum Beispiel ein Tabellen-Präfix festlegen. Jede Wordpress Tabelle bekommt also einen Text vorangestellt. Standardmäßig ist das "wp_" gefolgt vom Namen der Tabelle, also beispielsweise "wp_options" für die Einstellungs-Tabelle.
Wer mehrere Wordpress-Installation auf einer Datenbank laufen lassen möchte, muss also pro Installation ein unterschiedliches Präfix eintragen, sonst überschneiden sich Einträge, Einstellungen usw.
Erweitert / Sprache lokalisieren:
Wordpress kann in viele verschiedene Sprachen lokalisiert (sprich: übersetzt) werden. Für den Besucher der späteren Seite ist diese Einstellung ohne Auswirkung, sie ändert lediglich die Sprache in der Administrationsoberfläche, welche nur für Verfasser von Beiträgen, Mitglieder und Administratoren sichtbar ist.
Soll der Besucher später einmal statt "Previous" oder "Home" die Texte "Vorheriger" und "Zu Hause" lesen, muss das von Wordpress verwendete Theme (die Design-Oberfläche hinter dem 'Motor' Wordpress) separat übersetzt werden.
Wie das geht führt in diesem Howto allerdings zu weit.
Speichern und umbenennen:
Nun, nachdem die Werte in die Datei eingetragen wurden, muss die Datei unter dem neuen Namen "wp-config.php" gespeichert werden.
Beim Speichern unbedingt den neuen Dateinamen "wp-config.php" angeben:
Nachdem das Wordpress Verzeichnis nun um die Config-Datei bereichert ist, kann es zum hochladen gehen.
5. Hochladen der Wordpress Dateien auf den Server
Um die Dateien auf den Server hochzuladen wir das bevorzugte FTP-Programm angeworfen und eben sämtliche Dateien im "wordpress" Verzeichnis auf den Server geladen.
6. Installation auf dem Server
Um die beinahe vollständig automatisierte Installations-Routine von Wordpress auf dem Server zu starten, einfach das Verzeichnis von Wordpress auf dem Server über folgenden Link aufrufen:
http://www.meineseite.de/wordpress/wp-admin/install.php
Mit einem Klick auf den Link unten im Bild, geht es schon los. Außer dem Titel des Blogs muss nur ein eine E-Mail Adresse vergeben werden. Ist dies eingetragen, bestätigt man das Ganze mit "Continue to Second Step".
Im zweiten Schritt wird ein zufälliges Passwort generiert. Dieses ist notwendig um sich gleich bei der Wordpress Installation anzumelden. Zu tun ist nichts, außer auf den unteren Link "wp-login.php" zu klicken.
Damit gelangt man auch schon auf das Anmelde-Fenster:
Hier gibt man zum Benutzernamen "admin" das vorher generierte Passwort ein und klickt auf "Login".
Nach der erfolgreichen Anmeldung erscheint nun das sogenannte Dashboard, eine Art Startzentrale mit Informationen zu neuen Versionen, den letzten Einträgen und Kommentare.
So, damit ist die eigentliche Wordpress Installation auch schon abgeschlossen.
Grundlegende Einstellungen können im Register "Options" vorgenommen werden. Die anderen Reiterseiten sind - denke ich - selbsterklärend. Am besten einfach ein bisschen damit rumspielen.
Viel Spass mit Wordpress!











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