
Google bietet seinen Benutzern mit iGoogle eine individuell personalisierbare Startseite an.
Dass das nichts mit den personalisierbaren Startseiten von vor einigen Jahren zu tun hat (man erinnere sich an Netscape, MSN, Yahoo und Konsorten) sollte eigentlich klar sein.
Viel klarer wird es allerdings, wenn man sich das iGoogle Portal selbst ansieht. Denn dann kommt man aus dem Staunen fast nicht mehr heraus.
Hier eine Liste einiger Features:
- Durch Hinzufügen von sogenannten Gadgets lässt sich die Startseite um Funktionen erweitern. So lassen sich Bilder, Webseiten, Feeds, Spiele und vieles mehr integrieren.
- Außer "Standard-Gadgets" lassen sich Google-Dienste wie GMail, Google Calendar oder der Google-Reader hinzufügen.
- Jedes dieser Gadgets lässt sich individuell positionieren. Man kann die Gadgets bei Bedarf entfernen oder einfach nur minimieren.
- Es lassen sich wie im Firefox neue Tabs zur Startseite hinzufügen. Die Gadgets lassen sich dann via Drag & Drop auf das gewünschte neue Tab ziehen. So kann man sich beispielsweise einen Nachrichten Tab mit den bevorzugten Nachrichten-Feeds erstellen.
- Erstellen (und Teilen) von eigenen Gadgets mit dem Gadget-Maker \
- Auswahl aus einer Liste von Themes um die Startseite an den eigenen Geschmack anzupassen. Wie mir heute morgen aufgefallen ist, ändert sich das Bild übrigens je nach Tages- und Nachtzeit.
Beispiel einer personalisierten Seite (am Tag):

Wie man unschwer erkennen kann, versorgt mich der Google Reader (Mitte des Bildes) nach dem Hinzufügen von Feeds mit einigen Nachrichten von Heise.de. Das schöne daran ist, dass man die Einträge, ähnlich wie in einem E-Mail Programm, sogar minimal verwalten kann.
So lassen sich die Einträge beispielsweise als gelesen markieren oder zu Favoriten machen, indem man auf den kleinen Stern vor einem Eintrag klickt.
Beispiel einer personalisierten Seite (in der Nacht):

Wie man sieht, sitzt der kleine Fuchs nach getaner Arbeit auf seinem Steg und spielt ein Liedlein für die Vögel. Ach, das Leben kann ja so herrlich sein...
Hinzufügen eines Gadgets:
Direkt von der eigenen Startseite aus kann man auf den Link "Add Stuff" klicken. Dieser führt zu einer doch relativ stattlichen Liste möglicher Gadgets, die man einfach mit einem Klick auf "Add it now" zur Startseite hinzufügen kann:

Sind die Gadgets erstmal hinzugefügt, lassen sie sich beliebig (d. h. in einer der drei Spalten) auf der gewünschten Seite positionieren.

iGoogle merkt sich, wie man das Gadget am liebsten hat: maximiert oder minimiert. So wird kein Platz für selten benötigte Gadgets verbraten.
Hinzufügen von Tabs:

Früher oder später geht trotz allem der Überblick mit nur einer Seite (einem Tab) und vielen Gadgets unweigerlich verloren.
Um dem entgegenzuwirken, kann man eine neue Unterseite (einen Tab) erstellen. Dieser Unterseite kann man - wie der Startseite - beliebige Inhalte hinzufügen. Beispielsweise habe ich für alle Nachrichten-Widgets eine separate "Info"-Seite erstellt.

Das Hinzufügen geht entweder über die "Add Stuff" Funktion oder via Drag & Drop.
Videos:
...sagen manchmal mehr als tausend Bilder.
- Video auf YouTube, das eine ganze Reihe der oben angesprochenen Features zeigt
- Video auf YouTube mit Schwerpunkt auf die Erstellung eines eigenen Gadgets
Fazit:
Ich war wirklich lange Zeit kein Fan von irgendwelchen Startseiten. Lieber habe ich mich durch meine Bookmarks gewurschtelt und die Webseiten meiner Wahl so angesurft, wie es vermutlich viele machen.
Das ändert sich bei mir mit dem Erscheinen von iGoogle sicher nicht vollkommen. Trotz der Funktionsvielfalt fehlen manche Dinge, die man beispielsweise auf einem Windows/Linux/Mac Desktop schöner hinkriegen kann.
So lässt sich beispielsweise die Größe eines Gadgets nicht ändern, man kann es nur schließen oder minimieren.
Doch ich nehme stark an, dass sich Google in dieser Sache nicht lumpen lässt. In einigen Monaten (oder von mir aus einem Jahr) wird Google das Ding derart erweitern, dass früher oder später fast jeder eine iGoogle Startseite besitzt und (wichtiger!) benutzt.
Nachteilig ist, dass man so wirklich zum gläsernen Surfer wird. Schließlich verrät man Google so alles über seine Surfgewohnheiten.
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