Der menschliche Tausendfüßler

The Human Centipede wird umworben als der "krankste Horrorfilm aller Zeiten". Grund genug, sich darüber etwas zu informieren, stimmts?

Naja, wenn man sich den einminütigen Trailer ansieht, wird einem schon etwas mulmig. Fucking mulmig würde ich sogar sagen...

Hier die englische Zusammenfassung von IMDB:

Two pretty American girls are on a road trip through Europe. In Germany they end up alone at night with a broken car in the woods. They search for help and find an isolated villa. The next day they awake to find themselves trapped in his terrifying makeshift basement hospital along with a Japanese man. An older German man identifies himself as a retired surgeon specialized in separating Siamese twins. However his three "patients" are not about to be separated, but joined together in a horrific operation. He plans to be the first person to connect people via their gastric system, in doing so bringing to life his sick lifetime fantasy "the human centipede".

Quelle: IMDB.

Kurzfassung: Zwei amerikanische Tussen haben eine Reifenpanne nachts in einem deutschen Wald, suchen Hilfe in einer abgelegenen Villa und werden dort von einem ehemaligen Chirurgen zusammengenäht. Abnormal? Auf jeden Fall nichts für einen romantischen Filmabend zu zweit...

Achtung, es folgt ein übler Trailer...

Severance

Severance Poster

Severance ist ein britischer Fun Splatter vom Regisseur Christopher Smith aus dem Jahr 2006.

An Schauspielern hat Christopher Smith unter anderem Danny Dyer (Sprecher im Spiel GTA, Football Factory) und Laura Harris (die beispielsweise in der zweiten Staffel von 24 eine größere Rolle hat) verpflichten können.

Kurz zur Story:

Severance handelt von den sieben Angestellten der Waffenproduktionsfirma Palisade Defense die ein Motivations-Wochenende in Osteuropa verbringen möchten. Bereits zur Anreise haben sie Verständigungsprobleme mit dem Busfahrer, der - nachdem ein Baum die Straße verspeert - einfach nicht mehr weiterfahren möchte.

Daraufhin suchen die Mitarbeiter auf eigene Faust das Domizil (angeblich eine 'Lodge'), um darin kurz darauf Dokumente über Terroristen, die mit der Waffenfirma selbst in Verbindung gebracht werden, zu finden. Was jetzt kommt, kann sich eigentlich jeder denken. Die Terroristen jagen die Mitarbeiter...

Trailer:

Sonstiges:

Severance (was auf Deutsch soviel wie "Abfindung" heisst) bietet zum einen interessante Akteure, zum anderen schöne Kamera-Schnitte die mich persönlich leicht an Pulp Fiction erinnert haben (wer den Film kennt, weiß was ich meine). Das beste an Severance ist allerdings der rabenschwarze Humor der wirklich gut zum Rest des Films passt.

Weiterführende Links:

Wilderness

Wilderness ist ein in Irland gedrehter Horrorfilm der dieses Jahr in die Kinos kam.

Bevor ich den Film sah habe nirgendwo auch nur eine Kleinigkeit darüber gelesen. Als ich ihn allerdings sah, war ich doch sehr angetan, da der Film nicht die typischen Horror-Klisches bedient (damit meine ich eigentlich eher die typischen Horror-Splatter Klisches) sondern anfangs relativ subtil anfängt und sich stark steigert, leider gegen Ende wieder etwas zu schwächeln beginnt, doch dazu im Folgenden mehr.

Michael J. Bassett, der sich als Regisseur für diesen Film verantwortlich zeigt, lässt sein Werk mit der Inhaftierung eines neuen Insassen in ein Gefängnisses, welches irgendwo in Irland angesiedelt ist, beginnen.

Der Neue

In den ersten Minuten wird das Gefängnis und die Insassen des selben beleuchtet. So bekommt der Zuschauer schon einen ersten Eindruck über die dort herrschenden Widrigkeiten und lernt die Charaktere - die den Zuschauer mehr oder weniger lang den Film über begleiten werden - kennen.

Als es im Gefängnis dann über Nacht zum Tod an einem Inhaftierten kommt (nein, nicht der Neue) und die oberen Leiter der Zuchtstelle beschließen alle Gefangenen dieser Zelle (etwa acht Menschen an der Zahl) auf eine für die Öffentlichkeit gesperrte, extra für solche Strafmaßnahmen vorgesehene Insel zu verlegen, beginnt die eigentliche "Wilderness".

Die Besucher näheren sich der Insel

Die Besucher näheren sich der Insel

Sinn dieser Übung ist es offensichtlich, den Gefangenen zu zeigen was militärischer Drill ist, wie es ist, in einem Team zu arbeiten, zu leben und zu überleben - und das ganze in freier, ungeschützter Natur. Begleitet werden sie dabei von einem Angestelltem des Gefängnisses der anscheinend über Survival-Fähigkeiten verfügt und als Aufpasser dienen soll.

Beim neu errichtetem Lager

Doch (wie sollte es auch anders sein?), scheinen die Neuen nicht die einzigen Bewohner dieser Insel zu sein...

Was sich anfangs dadurch bewahrheitet, dass noch eine Gruppe weiblicher Straftäter(innen?) auf der Insel ist, wird später zur clever getarnten Erhöhung des Bodycounts verwendet.

Nun, soviel zum Intro. Der Rest des Films, der zum Großteil auf der Insel spielt, ist wirklich sehenswert - auch wenn ich noch anmerken muss, dass es für den ein oder anderen zu relativ heftigen Szenen kommt (heftig = blutig, schmerzhaft. Und davon nicht zu wenig). Wer sowas als nicht verkraftet, lieber einen anderen Film ansehen.

Auch wichtig (für mich) ist, dass nicht plötzlich irgendwelche dämlichen Monster auftauchen, die weiß Gott wie und wann irgendwann mal auf diese Insel kamen. Nein, zum Glück bleibt der Zuschauer vor diesem (mittlerweile anscheinend zur guten Sitte von Horror Filmen verkommenem) Umstand verschont. Dafür wird er mit ausergewöhnlichen Toden 'belohnt', die man so noch nicht gesehen hat - und das auch noch im Stakkato Marsch.

Der Großteil des Films ist wirklich sehenswert, leider ist der Schluss dafür etwas enttäuschend. So hat mir das Motiv des "bösen" Parts im Films leider nicht sonderlich zugesagt. Doch man möge selbst urteilen.

The Hills Have Eyes

The Hills Have Eyes ist ein amerikanischer Horror-Film gedeht vom französischen Regisseur Alexandre Aja. Es handelt sich dabei um ein Remake des 1977 von Wes Craven gedrehten Films mit dem gleichnamigen Titel.\r\n\r\nIm Film geht es um die Familie Carter, die in Ihrem Wohnwagen/Trailer durch den amerikanischen Südwesten fahren um gemeinsam Urlaub zu machen. Zu Beginn treffen Sie dabei auf einen (nicht gerade hübschen) Tankwart der ihnen den Tipp gibt, eine Abkürzung zu nehmen.

Wie der versierte Film-Kenner bereits richtig erahnt hat, nimmt von da an das Schicksal seinen (filmischen) Lauf.

Auf die Einzelheiten im Film möchte ich gar nicht genau eingehen, nur so viel: es handelt sich um einen wirklich sehenswerten Horror-Film (bzw. auf englisch mittlerweile Terror-Shocker genannt) mit teilweise sehr spannenden und auch heftigen Szenen. Weiterhin passt die Musik im Film passt und trägt positisch zur Atmosphäre bei. So gab es teilweise Sergio Leone ähnliche Hintergrundmusik, aber auch ein wenig Metal und Rock war dabei (je nach Situation versteht sich).

Die Schauspielerin Emilie de Ravin, die bereits in Lost als Claire Littleton mitspielte, weiss (auch) in The Hills Have Eyes zu gefallen. Ebenso sehenswert sind eigentlich die anderen Schauspieler die für mich bis dato mehr oder weniger unbekannt waren. Fazit: Meiner Meinung nach ein eindeutiger Tipp für alle, die Horror Filme mögen.

Übrigens: die deutsche Übersetzung des Films hat den kunstvollen Titel "Hügel der blutigen Augen".

Weiterführende Links: