Piratenpartei Werbespot

Piratenspot "Klarmachen zum Ändern" 2009 von Christopher Grabinski.

Onitsuka Tiger und Origami

Diese Werbung hat mich überzeugt, von jetzt an nur noch Onitsuka Tiger Schuhe zu kaufen. Größtenteils zumindest, wenn es sich anbietet...

Dexter Staffel 3 startet Ende September

Coole Werbung für den beliebtesten Serienmörder der USA, Dexter Morgan.

Die 3. Staffel von Dexter startet in den USA übrigens am 28. September.

Wer Dexter nicht kennt, kann sich auf Wikipedia informieren.

Ueberall Werbung

Es ist zwar wirklich nichts neues, doch jetzt kommt es langsam richtig in Mode. Die Rede ist von der sogenannten InGame-Werbung, also Werbung die PC- und Konsolenspieler in aller Welt demnächst zwangsweise in ihren geliebten Spielen zu sehen bekommen.

Den Anfang macht dabei Valve über die Spiele-Plattform Steam (Halflife, Counterstrike). Dort sind seit Mitte dieser Woche in offiziellen Karten maximal 3 Werbebanner auf speziellen Plätzen in den Leveln angebracht.

Kurz zur InGame Werbung an sich.

An dieser Stelle ein Zitat von Wikipedia über die Geschichte der InGame Werbung:

Werbung in Computerspielen gibt es schon seit frühesten Atari-Tagen, damals eher in Form von Werbebannern. Schon in den frühen Tagen der Computerspielerei, sobald die Grafik es erlaubte, waren die Bildschirme gespickt mit den Logos der Entwicklerfirmen. Schnell wurde auch die Beliebtheit von Spielen wie z.B. Summer- und Wintergames erkannt und in den nachfolgenden California-Games gleich eine ganze Latte von Marken und deren Logos eingebaut.

Mittlerweile hat der weltweite Umsatz der Spielebranche jenen der Kinoeinnahmen von Hollywood überholt. Die Werbeindustrie ist dadurch gezwungen, im Zuge der Verschmelzung von Film und Videospiel als Werbeträger neue Wege zu gehen. PC- und Videospiele werden damit für Werbetreibende zunehmend interessant. Dazu kommt, dass Fernsehen und Presse die unter 30-jährigen Konsumenten immer weniger erreichen. Werbung soll in Zukunft für Hersteller von Computerspielen eine wichtige Einnahmequelle werden.

Da flüchtet also der 'durchschnittliche Konsument' (mehr sind wir wohl nicht) von der ach so tollen Fernsehlandschaft zum PC (oder der Konsole). Gründe? Mhh, ist das Programm vielleicht beschissen? Gibt es vielleicht zu viel Werbung, so dass der 'Spass am fernsehen' eher getrübt wird? Ist es Zeitverschwendung sich die x-te Wiederholung irgendeiner verkackten Seifenoper anzusehen? Ist es nicht mehr oder weniger alles das selbe?

Interessiert nicht. Fakt ist, der Markt verschiebt sich. Die Anbieter müssen nachziehen.

Was soll der Spieler - der in Zukunft sicherlich nach wie vor um die 50 Euro für ein PC-Spiel berappen muss - also groß dagegen tun? Klar, er könnte den Kauf des Spiels boykottieren. Oder er könnte (falls er/sie es unbedingt haben muss) offline gehen, um so die Werbung nicht sehen zu müssen. Sofern natürlich nicht bereits Werbung mit auf die CD/DVD gebrannt ist, versteht sich.

Doch ich gehe stark davon aus, dass es in Zukunft kaum noch Spiele geben wird, die offline überhaupt funktionieren. Beispielsweise Valves Steam, welches, bevor man es spielen konnte, erst einmal online freigeschaltet werden musste.

Eine ziemliche Sauerei wie ich finde.

Ich kaufe mir doch kein Spiel um Werbung zu sehen. Genauso wie ich mir keinen Film oder keine Serie oder kein Buch kaufe, um dann doch von der Werbung belästigt zu werden. Was würde denn der 'Konsument' sagen, wenn mitten im neuen James Bond auf einmal Werbung für irgendeine Bonzenuhr gemacht werden würde?

Ok, schlechtes Beispiel. James Bond war ja bereits voller Werbung. Den braucht man dazu nicht einmal zu unterbrechen.

Ein anderes Beispiel sind die Kinos. Dort kommt vor einem Film manchmal bis zu 45 Minuten Werbung. Und zur Werbung zähle ich auch Trailer für andere Filme. Was soll das? Ich zahle doch keine sechs bis zehn Euro um dann doch wieder Werbung zu sehen?

Da wundert es mich auch nicht, dass anscheinend immer weniger Leute ins Kino gehen. Das Wort "anscheinend" deshalb, da ich davon noch nichts gespürt habe.

Das alles nur um Menschen zum Konsum zu bewegen. Dass der Effekt, den die Werbung auf eine Person hat, wissenschaftlich gar nicht nachgewiesen ist, steht auf einem anderen Blatt.

Und zum Schluss noch ein Teil dieser Heise Meldung. Den letzten Satz darf man sich dabei auf der Zunge zergehen lassen.

In das so genannte In-Game-Advertising investierten Werbefirmen nach Zahlen des US-Marktforschungsunternehmens Yankee Group Research allein im vergangenen Jahr rund 165 Millionen US-Dollar. "Bis 2010 werden in diesem Bereich mehr als 732 Millionen US-Dollar jährlich umgesetzt", prognostiziert Yankee. Grund sei insbesondere, dass Männer im Alter zwischen 18 und 34 Jahren bereits heute im Schnitt mehr Zeit mit Computerspielen (12,5 Stunden pro Woche) verbringen, als vor dem Fernseher (9,8 Stunden). Hinzu kommt, dass Spieler – anders als TV-Zuschauer – hochkonzentriert und teilweise auch emotional gefesselt vor dem Bildschirm sitzen. Die Aufnahmefähigkeit für Werbung ist deshalb um ein Mehrfaches höher.

Buy Levitra - aber wo?

Die Spambot Götter meinen es heuer (Verzeihung - ich wollte dieses Wort schon immer einmal benutzen) ziemlich gut mit mir. So kriege ich in letzter Zeit häufiger Spam-Kommentare, ich solle doch endlich mal Levitra kaufen.

Da frage ich mich doch zwangsläufig, was das eigentlich ist, dieses Levitra. Und vorallem was es so interessant macht.

Nun, was tut man in der heutigen Zeit wenn man etwas nicht weiß? Richtig! Man geht auf Wikipedia. Hier ein Auszug über das sagenumwobene Levitra:

Vardenafil ist der Freiname eines Arzneistoffes, der 2003 von der deutschen Firma Bayer HealthCare und der Firma GlaxoSmithKline unter den Handelsnamen Levitra® und Vivanza® zur Behandlung der Erektilen Dysfunktion (Erektionsstörungen) beim Mann als Tabletten...

Ahja, jetzt sind wir schon etwas schlauer. Ein Potenzmittel ist dieses Levitra also.

Ein weiteres Produkt das gerne von den Spambots feilgeboten wird ist Cialis. Auch hier schauen wir mal bei Wikipedia nach:

Tadalafil, bekannt unter dem Markennamen Cialis®, ist ein Potenzmittel und dient der Behandlung der erektilen Dysfunktion...

Also ein weiteres Potenzmittel.

Mhh, das stimmt mich doch etwas nachdenklich. Woher wissen die Spambots, dass ich unter Potenzproblemen leide? Ich bin in meinen besten Jahren verdammt. Wartet damit gefälligst noch 40 Jahre!

Warum bieten die Spambots mir nichts anderes an? Warum keine Frühstückswaffeln mit Blaubeer Sirup? Warum keine günstige Bank? Oder: was wäre, wenn ich eine Frau wäre? Würden mich Beautytipps nicht eher interessieren als irgendwelche Potenzmittel?

Daher richte ich hiermit offiziell folgenden Wunsch an die Spambot Programmierer da draußen:

Ich bin für intelligentere Spambots! Überarbeitet die Dinger doch bitte so, dass sie endlich mal analysieren, was so auf einem Blog geschrieben steht und lasst sie dementsprechend ihr Angebot formulieren.

Dann würde ich auch endlich Spam Karma 2 (welches meinen Blog twenty for seven (liest sich so schöner als 24/7) vor den Übeltätern schützt) deaktivieren.

Solltet ihr nicht Folge leisten bin ich zu der Annahme gezwungen, dass ihr von den Pharmakonzernen gesponsort werdet.

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