Wilderness

Wilderness ist ein in Irland gedrehter Horrorfilm der dieses Jahr in die Kinos kam.

Bevor ich den Film sah habe nirgendwo auch nur eine Kleinigkeit darüber gelesen. Als ich ihn allerdings sah, war ich doch sehr angetan, da der Film nicht die typischen Horror-Klisches bedient (damit meine ich eigentlich eher die typischen Horror-Splatter Klisches) sondern anfangs relativ subtil anfängt und sich stark steigert, leider gegen Ende wieder etwas zu schwächeln beginnt, doch dazu im Folgenden mehr.

Michael J. Bassett, der sich als Regisseur für diesen Film verantwortlich zeigt, lässt sein Werk mit der Inhaftierung eines neuen Insassen in ein Gefängnisses, welches irgendwo in Irland angesiedelt ist, beginnen.

Der Neue

In den ersten Minuten wird das Gefängnis und die Insassen des selben beleuchtet. So bekommt der Zuschauer schon einen ersten Eindruck über die dort herrschenden Widrigkeiten und lernt die Charaktere - die den Zuschauer mehr oder weniger lang den Film über begleiten werden - kennen.

Als es im Gefängnis dann über Nacht zum Tod an einem Inhaftierten kommt (nein, nicht der Neue) und die oberen Leiter der Zuchtstelle beschließen alle Gefangenen dieser Zelle (etwa acht Menschen an der Zahl) auf eine für die Öffentlichkeit gesperrte, extra für solche Strafmaßnahmen vorgesehene Insel zu verlegen, beginnt die eigentliche "Wilderness".

Die Besucher näheren sich der Insel

Die Besucher näheren sich der Insel

Sinn dieser Übung ist es offensichtlich, den Gefangenen zu zeigen was militärischer Drill ist, wie es ist, in einem Team zu arbeiten, zu leben und zu überleben - und das ganze in freier, ungeschützter Natur. Begleitet werden sie dabei von einem Angestelltem des Gefängnisses der anscheinend über Survival-Fähigkeiten verfügt und als Aufpasser dienen soll.

Beim neu errichtetem Lager

Doch (wie sollte es auch anders sein?), scheinen die Neuen nicht die einzigen Bewohner dieser Insel zu sein...
Was sich anfangs dadurch bewahrheitet, dass noch eine Gruppe weiblicher Straftäter(innen?) auf der Insel ist, wird später zur clever getarnten Erhöhung des Bodycounts verwendet.

Nun, soviel zum Intro. Der Rest des Films, der zum Großteil auf der Insel spielt, ist wirklich sehenswert - auch wenn ich noch anmerken muss, dass es für den ein oder anderen zu relativ heftigen Szenen kommt (heftig = blutig, schmerzhaft. Und davon nicht zu wenig). Wer sowas als nicht verkraftet, lieber einen anderen Film ansehen.

Auch wichtig (für mich) ist, dass nicht plötzlich irgendwelche dämlichen Monster auftauchen, die weiß Gott wie und wann irgendwann mal auf diese Insel kamen. Nein, zum Glück bleibt der Zuschauer von diesem (mittlerweile anscheinend zur guten Sitte von Horror Filmen verkommenem) Umstand verschont. Dafür wird er mit ausergewöhnlichen Toden 'belohnt', die man so noch nicht gesehen hat - und das auch noch im Stakkato Marsch.

Der Großteil des Films ist wirklich sehenswert, leider ist der Schluss dafür etwas enttäuschend. So hat mir das Motiv des "bösen" Parts im Films leider nicht sonderlich zugesagt. Doch man möge selbst urteilen.


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